Detektiv – Traumberuf oder Flop?

0
Das verrauchte Büro einer Detektei

Nach dem Abitur stehen dir beruflich alle Möglichkeiten offen. Studieren, Ausbildung oder gar der Weg in die Selbstständigkeit sind denkbare Szenarien. Eine ganz besondere Ausbildung ist jene zum Detektiv. Dabei haftet diesem Beruf ein ganz besonderes und teils abenteuerliches Image an. Doch werden diese Klischees erfüllt? Falls du mehr über den Beruf des Detektivs wissen möchtest, dann solltest du jetzt weiterlesen.

Tätigkeiten des Detektivs


Der Alltag eines Detektivs sieht selten so aus, wie du es aus Filmen und Serien kennst. Wilde Schießereien, nervenaufreibende Verfolgungsjagden oder das Verstecken mit einem Fotoapparat in der Baumkrone spiegeln nicht den Alltag dieses Berufs wider. Das heißt allerdings nicht, dass der Beruf des Detektivs nicht spannend ist. Er ist sehr abwechslungsreich und du hast viel mit Menschen zu tun. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt allerdings auf der Observation im Außeneinsatz. Über die Ergebnisse der Observation müssen selbstverständlich Berichte gefertigt werden, sodass ein großer Teil der Arbeitszeit auch am Schreibtisch stattfindet. In der Regel handelt es sich um Aufträge in Bezug auf Betrug (Wirtschaftsbetrug, Arbeitszeitbetrug usw.), allerdings wird vereinzelt auch immer mal wieder der untreue Ehemann observiert. Zusammengefasst sammeln Detektive Informationen geschäftlicher oder privater Art für Auftraggeber, um diese beispielsweise in einem später stattfindenden Straf- oder Zivilprozess als Beweismittel verwenden zu können.

Arbeitszeiten


Beachten solltest du, dass die Arbeitszeiten mitunter sehr fordernd sind. Ein Detektiv muss dann arbeiten, wenn der Job es erfordert. Das können auch gerne mal 24 Stunden am Tag sein. Es handelt sich also nicht um den klassischen 8 Stunden-Arbeitstag. Das bringt natürlich Nachteile im Sozialleben mit sich. Wenn Freunde und Familie freihaben, dann musst du arbeiten. Das ist ein wichtiger Punkt und mit die größte Einschränkung in diesem Beruf.

Ausbildung zum Detektiv


Die Ausbildung zum Detektiv erfolgt mittels Lehrgang. Je nach Lehrgangsträger können die Abschlussbezeichnung, die Voraussetzungen für die Ausbildung oder die Ausbildungsdauer variieren. Beliebt und sehr angesehen ist die Ausbildung zum ZAD geprüften Privatermittler (IHK). Dabei handelt es sich um eine Kombination von Direkt- und Fernunterrichtsprogramm. Der ZAD-Kombi-Kurs nimmt etwa 22 Monate Zeit in Anspruch.

Verdienstmöglichkeiten


Die Verdienstmöglichkeiten hängen stark vom jeweiligen Arbeitgeber ab. Große und angesehen Detekteien zahlen bereits ab den ersten Monaten einen üppigen Monatslohn. Im Idealfall werden bereits ab dem 3. Monat bis zu 3.000 Euro brutto gezahlt, wobei noch Zulagen und Spesen hinzukommen. Ist der angehende Ermittler ausgelernt, erhöht sich der Lohn auf bis zu 3.500 Euro brutto zzgl. Zulagen und Spesen. Zudem kannst du dich später mit einer eigenen Detektei selbstständig machen.

Wahl des richtigen Ausbildungsbetriebes


Interessiert dich die Ausbildung zum Detektiv, dann solltest du dich an eine der angesehenen großen Detekteien wenden. Nicht nur, dass diese über viele Niederlassungen verfügen und du dadurch Vorteile in der Standort-Wahl genießt, du hast auch die Garantie für viele und vor allem abwechslungsreiche Einsätze. Zudem erhältst du, wie bereits erwähnt, eine angemessene Entlohnung.

Fazit


Du willst nicht studieren und hast auch kein Interesse an den klassischen Ausbildungsberufen? Dann ist für dich vielleicht die Ausbildung zum Detektiv die richtige Wahl. Am besten du informierst dich sofort, welche Detekteien in deiner Stadt eine Ausbildung anbieten und wie die Rahmenbedingungen sind. Falls du unsicher bist, dann ist bestimmt auch zunächst ein Praktikum im jeweiligen Betrieb möglich.