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Start ins Studentenleben

Als angehender Student hast du sicherlich einiges an Fragen bezüglich des Studentenlebens. Wo wirst du wohnen? Wie viel kostet das Studium? Wie ist das mit der Versicherung? Wie lerne ich neue Leute kennen? Sicher fallen dir noch viele Fragen ein. Hier findest du bereits einige Antworten auf diese Fragen und bekommst Tipps, damit dein Start ins Studentenleben erfolgreich wird.

Themen dieser Seite:

Dein Reich

Kaum ein Student pendelt gerne jeden Tag zwischen Studien- und Heimatort. Ein Umzug in eine der Uni-Städte ist daher naheliegend. Spätestens zu Beginn der Sommerferien solltest du dir Gedanken darüber machen, welche der folgenden Möglichkeiten für dich infrage kommt:

  • Wohngemeinschaft
  • Studentenwohnheim
  • Eigene Wohnung oder Zimmer
  • Pendeln
  • Wohnen bei Verwandten und Bekannten
  • Untermiete

Diese Entscheidung solltest du insbesondere von deinen finanziellen Mitteln abhängig machen.

Ein Zimmer im Studentenwohnheim zu mieten ist die günstigste Alternative (in Deutschland durchschnittlich ca. 240 €). Für deinen Anteil der Miete in einer WG musst du schon eine Spur tiefer in die Tasche greifen. Am höchsten sind die Wohnkosten, wenn du alleine eine Wohnung mietest (in Deutschland durchschnittlich ca. 360 €).

Auf dieser Seite gibt es eine, nach Städten geordnete, Auflistung der Studentenwohnheime Deutschlands: http://www.studium-ratgeber.de/studentenwohnheime.php

Für das Zusammenleben in der WG benötigst du mindestens einen Mitbewohner sowie eine günstige Wohnung in Uni-Nähe. Solltest du noch keine Kontakte zu Studenten haben, die als Mitbewohner infrage kommen, dann wirf’ einen Blick auf die WG-Suchmaschine auf der Seite des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz.

WG-Gesuche anderer Studenten und Wohnungsannoncen gibt es übrigens häufig direkt in der Uni. Wende dich mit deinem Anliegen ruhig an die Studentenvertretung.

Finanzierung

Geldfragen sind ein leidiges Thema für Studenten. Gewöhne dich schon einmal daran, dass das möglicherweise bis zu deiner Graduierung auch bei dir so bleiben wird.
Studieren kostet Geld. Neben den Semesterbeiträgen können Prüfungsgebühren fällig werden. Zudem solltest du Kosten für Zusatzliteratur, Arbeitsmaterial und Exkursionen einkalkulieren.

Was kostet das Studentenleben?

Zu den studienbezogenen Kosten kommen die Kosten des täglichen Lebens hinzu. Deine Unterkunft wird dich im Durchschnitt 250 – 400 € pro Monat kosten. Für Lebensmittel kommen noch einmal 150 – 200 € dazu. Ab und zu wirst du dir einen Kaffee oder sonstige Getränke auf einer Studentenparty leisten. Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke für deine Freunde, neue Kleidungsstücke oder Katzenfutter sind ebenfalls typische Ausgaben im Studentenhaushalt. Rechne mit 50 € „Taschengeld“ pro Woche für diese Zwecke.

Geld sparen als Student

Durch deinen Studentenstatus kannst du aber auch eine Menge Geld sparen. Zum Beispiel in folgenden Bereichen:

  • Laptops & Software
  • Günstigere Tickets für öffentliche Verkehrsmittel
  • Studentenmitgliedschaft beim ADAC
  • Flugreisen
  • Mietwagen
  • Girokonto
  • Studenten-Kreditkarte
  • Fitnesscenter-Mitgliedschaft
  • Sonstige Eintritte & Tickets

Weitere Infos gibt es hier: http://www.studium-ratgeber.de/studentenrabatte.php
Du solltest dich ab sofort also bei jeder Investition fragen, ob es nicht möglicherweise einen Studentenrabatt dafür gibt. Um Rabatte bestmöglich nutzen zu können, lege dir einen Studentenausweis zu.

Mehr finanzieller Spielraum mit BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz ermöglicht Studenten wie dir seit 1971 eine entspanntere Studienzeit. Die Höhe dieser Förderung hängt von deiner Wohnsituation und weiteren, sozialen Faktoren ab. Maximal erhältst du ca. zwischen 500 und 670 €, solange du dich an alle Richtlinien hältst. Die exakte Höhe deines Anspruchs kannst du mit diesem Rechner herausfinden: http://www.biallo.de/bafoeg-rechner/

>> Alles weitere zum Thema BaFöG erfährst du hier.

Geld verdienen mit Studentenjobs

Selbst wenn du Unterstützungsleistungen lt. BAföG erhältst, kannst du dir dennoch bis zu 450 € pro Monat dazu verdienen. Solange du diesen Betrag nicht überschreitest, musst du keine Abzüge befürchten. Achte auf zusätzliche Gehälter (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und weitere Boni. Auch dieses Geld zählt zu deinem Einkommen und kann zu Abzügen führen, wenn damit die monatliche Grenze von 450 € überschritten wird.
Hier findest du stets eine Menge aktueller Studentenjobs: >> Alles zum Thema Studentenjobs

Notwendiges Übel: Amtswege

Ein großer Teil der Studienanfänger muss den Wohnort wechseln, um täglich an den Lehrveranstaltungen teilnehmen zu können. Bist auch du in einen neuen Ort gezogen? Dann vergiss nicht, dem Einwohnermeldeamt einen Besuch abzustatten. Für die Anmeldung benötigst du folgende Dokumente:

  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde deiner Kinder, falls du welche hast
  • Einzugsbestätigung des Studentenwohnheims ODER
  • Miet- bzw. Kaufvertrag der bewohnten Immobilie

Hast du vor deinem Umzug noch unter Angabe deiner alten Adresse inskribiert? Dann informiere auch das Uni-Sekretariat über deine neue Anschrift.

Zwischendurch mal shoppen gehen

Zwischen all dem Trubel um das Studium, entspanne dich doch einmal mit einer Shoppingtour! Vor Semesterbeginn solltest du dir neben einer kuschligen Herbstgarderobe/bunter Sommermode ohnehin einige Utensilien zulegen. Zum Beispiel:

  • Ordner, Schnellhefter und Dokumentenmappen
  • Etui mit Inhalt (Textmarker!)
  • Collegeblöcke und sonstigen Bürobedarf (Locher, Heftklammern etc.)
  • Kopierpapier & Patronen für den Drucker
  • Einen Laptop oder ein Tablet bzw. Netbook
  • Ablagefächer

Vergiss nicht, deinen heimischen Arbeitsplatz ansprechend zu gestalten. Kaufe ein paar hübsche Poster, eine Topfpflanze oder ein Deko-Utensil für den Schreibtisch. Achte darauf, dass dein Arbeitsplatz nicht überladen wirkt, sodass du dich gut konzentrieren kannst.

Netzwerke pflegen

An vielen Unis gibt es zu Semesterbeginn eine sogenannte Ersti-Woche/-Veranstaltung. Die Frischlinge haben die Möglichkeit, sich in der Uni-Cafeteria oder in Seminarräumen zu treffen. Auf diesem Wege kannst du erste Kontakte knüpfen und legst damit den Grundstein für ein gutes Netzwerk. Darauf wirst du später noch des öfteren zurückgreifen. Denn Student sein bedeutet, sich zum Lernen zu treffen sowie einander zu helfen. Von Höhersemestrigen kannst du dir Prüfungsstoff-Zusammenfassungen besorgen. Solche Lernhilfen sind in der Prüfungszeit Gold wert und werden auch fast so gehandelt.
Erkundige dich, ob es für deinen Studiengang eine Facebook-Gruppe oder ähnliches gibt. So bleibst du immer auf dem Laufenden und erfährst frühzeitig, wenn eine Lehrveranstaltung abgesagt wird oder andere wichtige News die Runde machen. Das kann nie schaden.

Bibliothek checken

Die Uni-Bibliothek kann für dich zu einem geliebten Ort werden, an dem du in aller Ruhe lernen kannst. Nutze diese Möglichkeit, wenn du zum Lernen nicht ständig alleine Zuhause sitzen möchtest.
Besorge dir vor Semesterbeginn einen Bibliotheksausweis und informiere dich über Entlehnfristen, Gebühren und sonstige Vereinbarungen.

Krankenversicherungsstatus überprüfen

Sofern du direkt nach dem Abi studierst, bist du wahrscheinlich noch bei deinen Eltern mitversichert. Warst du zuvor bereits berufstätig, sieht die Sache etwas anders aus. Kümmere dich möglichst bald um das Thema Krankenversicherung. Etwa zur Zeit des Semesterbeginns sinken die Temperaturen und Erkältungen kommen schneller, als gedacht. Stehst du erst einmal beim Arzt und wirst darüber informiert, dass du nicht versichert bist, wird’s unangenehm für dich.

Ein Anruf bei der Krankenkasse reicht, um deinen Krankenversicherungsstatus zu prüfen.

Solltest du nicht krankenversichert sein, stellt sich die Frage: Gesetzlich oder privat versichern? Informiere dich beim Versicherungsvertreter deines Vertrauens über deine Möglichkeiten oder frage bei deiner Krankenkasse nach, ob es einen Studententarif gibt.

Noch Fragen? Ab zur Beratungsstelle!

Als angehender Student trägst du bestimmt eine Menge gedanklicher Fragezeichen mit dir herum. Das ist völlig normal und betrifft die meisten Uni-Frischlinge. Umso besser, dass es an jeder Uni eine Studentenberatung gibt. Dort kannst du dir Infomaterialien zum Studienstart sowie zu deinem Fach holen. Schreibe dir deine sonstigen Fragen am besten auf und stelle sie den Beratern vor Ort. Bevor du dich auf den Weg zur Beratungsstelle machst, gehe am Besten die folgende Themenliste durch. Notiere dir entsprechende Fragen, falls dir zu einem Listenpunkt noch Informationen fehlen:

  • Prüfungsanmeldung
  • Stundenplan
  • Studienplan
  • Prüfungsordnung
  • Modulhandbuch
  • BAföG
  • Semester- und Prüfungsgebühren
  • Zulassung

Deine Checkliste im Überblick

Hier noch einmal alles, was du erledigen solltest in Listenform:

  • Studentenausweis besorgen
  • Studententicket einpacken
  • Über Studenten-Rabatte informieren
  • Eine WG oder einen Studentenheimplatz finden
  • Die Finanzen klären: evtl. BAföG beantragen
  • Einen Studentenjob finden
  • Studenten-Gruppen in sozialen Netzwerken beitreten
  • An der Erstsemester-Veranstaltung teilnehmen
  • Büro-Utensilien, Laptop und etwas Schreibtisch-Deko besorgen (siehe auch: 10 wichtige Lerntipps)
  • Bibliotheksausweis beantragen
  • Krankenversicherungsstatus überprüfen (erst ab 25)
  • Studienberatungsstelle besuchen
  • Auf zum Einwohnermeldeamt
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