Umfragen zum Thema „Was kommt nach dem Abitur?“

Welche Entscheidungshilfen nutzen Schulabgänger und von welchen Kriterien hängt die Planung für die Zeit nach dem Abitur ab? Leisten die Schulen hierbei einen entscheidenden Beitrag? Welche Rolle spielen Auslandsaufenthalte mittlerweile in diesem Zusammenhang? Wir von Nach-dem-Abitur.de (ein Projekt der INITIATIVE auslandszeit) wollten es wissen und haben einige Umfragen gestartet. Insgesamt haben wir sechs Fragen gestellt – die nachfolgenden Diagrammen zeigen die Auswertung.

Die Umfragen-Auswertungen von Nach-dem-Abitur.de:

Das Internet als wichtigste Entscheidungshilfe

Welche Entscheidungshilfen Schulabgänger heute nutzen, um sich über das Thema „Was kann ich nach dem Abitur machen“ zu informieren, wollten wir ebenfalls wissen. Das Ergebnis zeigt, dass Online-Portale mit 32,31 % ganz klar die beliebteste Informationsquelle sind. 25,19 % lassen sich von Freunden & Familie beraten und 20,58 % verlassen sich auf ihre Selbsteinschätzung. Messen werden nur von 7,12 % angegeben und die Arbeitsagentur macht mit 7,31 % ebenfalls nur einen geringen Anteil aus. Printmedien werden mit 4,42 % noch weniger genutzt, nur noch 3,08 % bleiben für sonstige Beratungsangebote übrig.

Online-Portale sind die meistgenutzten Entscheidungshilfen

Persönliche Interessen & Fähigkeiten als wichtigstes Kriterium für Berufswahl

Bei der Frage nach Entscheidungskriterien für die berufliche Entscheidung, geben 35,38 % der Befragten an, dass die eigenen Interessen und Fähigkeiten am wichtigsten seien. Ganze 25 % machen die Entscheidung vom Arbeitslohn und 20,36 % von den Berufschancen abhängig. 14,42 % stimmten für Selbstverwirklichung ab und nur geringe 3,23 % entschieden sich für das Kriterium „Bauchentscheidung„. Interessant: Nur 1,61 % lassen sich laut der Umfrage von Empfehlungen der Familie und von Freunden beeinflussen.

Interessen und Fähigkeiten sind das wichtigste Kriterium bei der Berufswahl

Berufsvorbereitung durch Schulen eher schlecht

Das auffälligste Ergebnis konnten wir bei dieser Frage feststellen. Mehr als die Hälfte der Schüler gibt an, sich von der Schule nicht gut auf den beruflichen Werdegang vorbereitet zu fühlen. 39,51 % bewerteten die Leistungen der Schule als schlecht, weitere 32,31 % als „eher schlecht“. 20,24 % wählten mittelmäßig, nur 5,83 % gut und gerade mal 2,11 % wählten „sehr gut“.

Infografik: Wie gut fühlen sich Schüler von den Schulen auf den beruflichen Werdegang vorbereitet?

Schulabgänger nach dem Abi größtenteils planlos

Bei der Frage, was die Schüler nach dem Abi vorhaben ermittelten wir folgendes Ergebnis: 34,6 % haben noch keinen konkreten Plan, 24,67 % wollen ins Ausland und nur 15,23 % sind sicher, dass sie mit einem Studium starten wollen. 10,02 % wollen direkt nach dem Abitur jobben, um Geld zu verdienen, nur 9,6 % wollen eine Ausbildung machen. Restliche 4,64 % wollen erst mal ein Praktikum machen während sich 1,24 % der Befragten direkt auf feste Arbeitsstellen bewerben möchte.

Die meisten Abiturienten haben noch keinen konkreten Plan

Was tun im Wartesemester? Gute Frage!

Wir wollten von den Umfrageteilnehmer ebenfalls wissen, was sie im Falle eines Wartesemesters vorhaben. Der Großteil von 30,27 % möchte jobben, um Geld zu verdienen, 24,28 % wollen die Zeit hingegen für eine Auslandszeit nutzen. 18,7 % würden eine Ausbildung anfangen und 14,98 % wollen das Wartesemester durch einen Freiwilligendienst in Deutschland überbrücken. Nur 11,78 % würden während eines Wartesemesters ein Praktikum machen.

Die meisten Abiturienten überbrücken Wartesemester mit Jobs oder im Ausland

Work and Travel & Freiwilligenarbeit liegen im Trend

Bei der Frage, nach der beliebtesten Auslandszeit unter den Schülern, freuten wir uns über insgesamt 3.577 Teilnehmer. Davon können sich 24,63 % vorstellen nach dem Abitur Work & Travel zu machen – also das Jobben & Reisen im Auslands zu kombinieren. Etwas weniger, aber auch noch fast ein Fünftel (19,46 %) der Befragten wählten Freiwilligenarbeit bzw. Volunteering im Ausland. 17,96 % entschieden sich für ein Auslandspraktikum und 13,06 % für Urlaub. Dicht darauf folgen der immer noch beliebte Au-Pair Aufenthalt mit 12,65 % und nur 12,24 % für den Klassiker „Sprachreise„.

Work & Travel ist die beliebteste Auslandszeit