Ab ins Ausland – so klappt es mit der Wohnungsauflösung

Das Abitur ist in der Tasche, das Studium hat begonnen und nun wartet ein weiteres Abenteuer fernab von Deutschland auf dich? Dann nichts wie Sachen packen und los. Wäre da nicht noch die alte Wohnung. Mit diesen Tipps klappt es mit der Wohnungsauflösung.

Wer aus privaten oder beruflichen Gründen ins Ausland zieht, hat vorab noch viel um die Ohren. Schließlich muss die Wohnung leergeräumt, der Umzug organisiert werden und die Abschiedsfeier mit Freunden und Familie steigt auch noch. Ob Verträge kündigen, Ausmisten oder alte Sachen verkaufen: Mit dieser Checkliste verlierst du nicht den Überblick.

Mitbewohner mit einbeziehen

Ob WG, Single-Haushalt oder Generationenhaus mit den Eltern: Wenn es mehrere Personen in der Wohnung gibt, sollten auch alle Beteiligten in die Auflösung mit einbezogen werden. Gestaltet zusammen einen Plan und legt fest, wer sich um welche Aufgaben kümmert. Vielleicht gibt es auch Gegenstände, Möbelstücke oder Erinnerungen, die beibehalten werden sollen. Wenn du allein lebst, hast du natürlich auch die Entscheidungshoheit. Ein WG-Zimmer ist in der Regel schneller ausgemistet als der Keller mit Kindersachen im Elternhaus.

Alle Dokumente dabei? Verstaubte Ordner nicht vergessen

Schriftstücke, Vollmachten, Zeugnisse und andere Dokumente gehen bei einem Auszug schnell verloren. Dabei sind sie sehr wichtig – vor allem, wenn es ins Ausland geht. Stell dir mal vor, du kommst in deiner neuen Wahlheimat an und deine Geburtsurkunde oder dein letztes Praktikums- bzw. Arbeitszeugnis sind nicht an Bord. Der Aufwand, die Dokumente nachzuschicken, ist viel größer, als vor dem Auszug alles gründlich zu sammeln.

Verkaufen oder Mitnehmen: Reise mit so wenig Ballast wie möglich

Beim Kistenpacken solltest du dir genau überlegen, was du mit ins „neue“ Leben nehmen möchtest. Zweifelst du beim Anblick des Geschirrs oder der Büchersammlung, ist es ein Zeichen: Mache dein Hab und Gut doch noch zu Geld. Über Plattformen wie eBay oder momox.de kannst du deine Sachen ganz leicht verkaufen. Mit dem Erlös kannst du zum Beispiel in neue Einrichtung investieren. Vor allem alte Schul- oder Studienbücher freuen sich über einen neuen Besitzer.

Tipp: Geschirr, Kochutensilien und andere Haushaltsgeräte lassen sich auch als Set verkaufen. Erstens macht es weniger Arbeit und zweitens ist die Chance des Verkaufs höher, denn viele Menschen suchen nach einer kompakten Ausstattung. Alte Bücher oder DVDs bringen einzeln kein großes Geld. Eine schön voll gepackte Kiste Romane zum Selbstabholen ist aber auch lukrative Möglichkeit.

Umzug ins Ausland: Adresse und Bankverbindung ändern

Was passiert mit dem Konto, wenn ich ins Ausland gehe. Fakt ist: Auswanderer sollten ein deutsches Bankkonto behalten. Vor allem, wenn regelmäßige Ausgaben in Deutschland anfallen – wie Versicherungen und Verträge – sollte das Konto behalten werden, um eine schnelle Zahlungsabwicklung zu garantieren. Am besten bei der Bank erkundigen: Für die Führung eines deutschen Kontos im Ausland können nämlich zusätzliche Gebühren anfallen.

Wichtig sind auch die Adressänderung und Abmeldung des alten Wohnorts. Die Post geht durch einen Nachsendeantrag auch nicht verloren.

Umzug ins EU-Land oder Nicht-EU-Land

Wie weit soll es denn gehen? Wer als deutscher Staatsbürger in ein anderes EU-Land zieht, hat weniger Aufwände. Ohne gesonderte Erlaubnis ist der Umzug möglich. Du willst in ein Nicht-EU-Land ziehen? Dann benötigst du ein Visum und unter Umständen auch eine Arbeitserlaubnis. Kennt Ihr schon die beliebtesten 10 Städte für einen Umzug ins Ausland. Hier geht es zum Ranking.

Auslandsversicherung abschließen

Klingt dröge, ist aber wichtig. Mit einer Krankenversicherung, die auch im Ausland gilt, bist du auf der sicheren Seite. Nicht in jedem Land ist eine Krankenversicherung selbstverständlich oder Pflicht. Ansonsten meldet dich dein Arbeitgeber, sofern du im Ausland auch arbeitest, bei einer gesetzlichen Versicherung an. Doch auch Studierende im Ausland sollten auf ihre Gesundheit achten und sich absichern. Eine private Versicherung kann ratsam sein. Hier kannst du dich aber auch bei deinem aktuellen Versicherer informieren und den Schutz upgraden. Etwa einen Monat vor Abreise und Wohnungsauflösung sollte alles unter Dach und Fach sein.

Kurz-Checkliste für den Umzug ins Ausland

Die Wohnungsauflösung steht in den kommenden Monaten an? Dann nutze doch diese Checkliste, bevor das Abenteuer im Ausland beginnt.

  • Reisedokumente und Ausweis prüfen
  • Visum beantragen, falls nötig
  • Arbeitserlaubnis beantragen, falls nötig (siehe auch Tipps für Studieren und Jobben)
  • Internationalen Führerschein beantragen
  • Abos wie Zeitschriften, Fitnessstudio und Co. Kündigen
  • Versicherungen anpassen und Tarife wechseln
  • Transport planen
  • Sachen verkaufen, wenn sie nicht mit sollen
  • Abmeldung bei der Meldebhörde
  • Bankkonten prüfen/ändern

Du hast dich für einen Auslandsaufenthalt entschieden? Hier findest du weitere Tipps für Planung & Organisation.