Wartesemester & Psychologie-Studium

Psychologie gehört an deutschen Unis zu den beliebtesten Studienfächern überhaupt. Das Studium ist breit aufgestellt und umfasst weit mehr als die reine Seelenkunde. Doch vor dem Start ins Psychologie-Studium müssen viele Bewerber zunächst eine Wartezeit überbrücken. Du möchtest mehr über Wartesemester vor dem Psycho-Studium wissen? Bitte schön:

Themen dieser Seite:

Wartesemester & Psychologie-Studium: Wie läuft das?

Für das Bachelor-Studium der Psychologie bewirbst du dich direkt bei den Hochschulen – das Fach ist ausschließlich örtlich zulassungsbeschränkt. Das bedeutet, die Zulassung zum Studium läuft unabhängig von der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) – ganz nach eigenen Richtlinien der unterschiedlichen Hochschulen. Wer in der Vergangenheit unmittelbar für das Semester nach dem Abi einen Psychologie-Studienplatz ergattern wollte, musste in der Regel eine Eins vor dem Komma seiner Abinote vorweisen.

Wenn du im Bewerbungsverfahren der Unis nicht berücksichtigt werden konntest, kannst du noch aufgrund der Wartezeitquote zugelassen werden. Bis zu 20 Prozent der Studienplätze werden darüber vergeben. Die Zulassungsvoraussetzung zum anschließenden Master-Studiengang in Psychologie ist in der Regel nicht ganz so streng. Doch auch hier punkten wieder die Besten. Für den Auswahlprozess setzen die Hochschulen daneben auf Motivationsschreiben, fachliche Schwerpunkte im Bachelor-Studium und auf persönliche Auswahlgespräche.

Psychologie-Studium & Wartezeit: Ein paar Ratschläge

Wir haben hier ein paar Tipps für dich, die dir die Entscheidung „Psychologie-Studium: ja oder nein?“ ein wenig erleichtern sollen:

Bleib flexibel

Nicht alle Studierenden können auch einen Studienplatz an ihrer Wunsch-Hochschule bekommen. Umso wichtiger ist es, örtlich flexibel zu sein. Wer für sein Psychologie-Studium auch weiter von der Heimat oder der Wunsch-Uni-Stadt wegzieht, kann mit ein bisschen Glück doch noch im kommenden Semester anfangen.

Mehr als Seelenkunde

Psychologie ist mehr als nur Seelenkunde und Gesprächstherapie. Die Wartezeit auf ein Psychologiestudium lohnt sich folglich nur dann, wenn du auch Interessse an Mathe, Biologie und Englisch hast.

Auf auf Lehramt

Psychologie kannst du auch mit dem Berufsziel Lehrer/Lehrerin (Bachelor, Staatsexamen) studieren. Auch für die Lehramtsstudiengänge (z. B. Primarstufe, Gymnasium) existieren Auswahlgrenzen (Wartesemester, NC). Möglicherweise hast du aber hier eher Chancen auf einen guten Studienplatz.

Chance im Wartesemester: Bildung, Arbeit oder Auslandszeit

Wenn Wartesemester unumgänglich sind, ist es sinnvoll, die Zeit bis zur Zulassung aktiv anzugehen. Mit ein wenig Kreativität können angehende Studierende in der Warte-schleife zum Studienplatz die Zeit individuell gestalten. Diese Zeit kannst du zur Persönlichkeitsbildung nutzen, aber möglichst auch beruflich zielgerichtet ist: Beleg zum Beispiel eine Weiterbildung an der VHS. Vielleicht ist auch Freiwilligenarbeit etwas für dich? Vielleicht sogar in Verbindung mit einem Aufenthalt im Ausland? Möglichkeiten dazu gibt es reichlich, zum Beispiel in der Sozialarbeit oder Seelsorge. Auch bei der Betreuung von Betroffenen in Katastrophengebieten sind psychologische Kenntnisse und Empathie gefragt. Du erwirbst nicht nur wertvolles Fachwissen für dein späteres Psychologie-Studium, du kannst es in der direkten Praxis anwenden. Soziales Engagement macht sich in der Zeit nach dem Studium übrigens auch gut im Lebenslauf.