Jobben im Wartesemester

Nicht jeder Student in der Warteschleife hat die Möglichkeit, die Wartezeit durch Praktika oder Fortbildungen zu überbrücken. Wenn du während deines Wartesemesters jobben willst, um deine Finanzlage zu verbessern, kann das auch im Hinblick aufs Studium sinnvoll sein. Wie du den Job zwischen Abitur und dem ersten Semester zusätzlich „aufwerten“ kannst, verraten wir auf dieser Infoseite.

Themen dieser Seite:

Wartesemester: Jobben mit Köpfchen

Einfach „nur“ einen Job zum Geldverdienen zu machen, ist natürlich völlig okay. Noch besser, wenn der Job einen Bezug zu deinem Studienwunsch und deinen beruflichen Plänen hat. Weiterer Vorteil: Wenn du deinen Job gezielt und mit Köpfchen wählst, kann dieser deinen Lebenslauf und deine Wartesemester aufwerten. Wichtig ist, wie du dich und deinen Wartezeit-Job bei einer späteren Bewerbung darstellst. Denn ein Job im Wartesemester ist allemal besser als eine Lücke im Lebenslauf.

Geradezu ideal ist es, wenn du einen Lerneffekt aus dem Job im Wartesemester ziehen kannst, sodass du mehr mitnimmst als nur das Gehalt. Denn immer häufiger achten Personal-Chefs auf Schlüsselqualifikationen („Soft Skills“) wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit.

Arbeiten im Ausland

„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen“, heißt es frei nach Matthias Claudius. Und so ist es immer noch: Reisen im Wartesemester können dir nur nützen – und zwar nicht nur, wenn du nach deinem Wartesemester Sprachen studieren möchtest oder für dein Studienfach eine Fremdsprache benötigst.

Wenn du dich länger dort aufhalten willst, ist es sinnvoll, sich einen Job im Ausland zu suchen. Der Weg dorthin ist unter Umständen etwas aufwändiger als in Deutschland, kann sich aber lohnen. Allein schon, um nach deiner Rückkehr in der Landessprache von deinen Erlebnissen zu berichten. Aber auch im Lebenslauf macht sich ein zwischenzeitlicher Job im Ausland unheimlich gut.

Wartesemester: Polster fürs Studium anlegen

Und noch ein Argument spricht für einen Job im Wartesemester: Ein Studium kann teuer werden. Vor allem in der finanziellen „Dürreperiode“ zwischen Immatrikulation und dem ersten Eingang von BAföG auf dem Konto, ist es überaus beruhigend zu wissen, dass man auf ein finanzielles Polster zurückgreifen kann.

Jobben im Wartesemester: Tipps für den Lebenslauf

Jobben innerhalb deiner Wartezeit auf den Studienplatz kann sich – wie oben angesprochen – durchaus gut machen in deinem Lebenslauf. An dieser Stelle noch zwei Tipps, die du zu diesem Thema außerdem beachten solltest:

Berufsorientierte Praktika im Wartesemester

Praktika – egal ob bezahlt oder unbezahlt – dienen in der Regel der Berufsfindung. Innerhalb kurzer Zeit kannst du feststellen, ob Vorstellung und Realität deines Wunschjobs übereinstimmen. Im besten Fall kannst du bereits erste Kontakte zu Aktiven aus deiner Zielbranche knüpfen, sicherst dir vielleicht schon einen lukrativen Nebenjob fürs Studium, der dir Spaß macht und dir weitere Berufspraxis beschert.

Nicht länger als zwei Wartesemester jobben

„Job“ und „Arbeit“ meinen grundsätzlich genommen dasselbe, unterscheiden sich im deutschen Sprachgebrauch allgemein durch ein entscheidendes Kriterium: die Bezahlung. Während „Arbeit“ sozialversicherungspflichtig ist (also prinzipiell dazu angetan, davon leben zu können), sind „Jobs“ eher im Niedriglohn-Sektor anzutreffen (z.B. Mini-Jobs, Midi-Jobs, Aushilfs-Jobs etc.).

Wie bereits festgestellt: Es ist völlig in Ordnung, eine Zeitlang „nur“ zu jobben. Wenn du dich aber an Monatsgehälter unter 800 Euro in Vollzeit gewöhnst, besteht dabei die Gefahr a) auf Dauer als Billig-Lohnarbeiter ausgenutzt zu werden und b) das eigentliche Ziel – sprich: Studium und Karriere – aus den Augen zu verlieren. Also, gewöhn dich lieber nicht zu sehr an diesen Standard, wenn er dich nicht wirklich glücklich macht. Plane stattdessen bereits bei der Bewerbung deine Kündigung mit ein. Nach einem, spätestens nach zwei Wartesemestern solltest du dich nach einer (sinnvolleren) Alternative umsehen.

Hinweis: Möglich, dass du dich durch deinen Job im Wartesemester von deinem ursprünglichen Berufs- und Studienfachwunsch distanzierst. Etwas anderes als vorher gedacht studieren zu wollen, ist nichts Ungewöhnliches. Oder willst du lieber weiter arbeiten, anstatt im Studium auf Geld und Engagement aus dem aktuellen Beruf zu verzichten? Auch das kann passieren. Auf diese Weise bleibt dir eine deprimierende Zeit an der Uni erspart. 

Wenn du noch Infos zur richtigen Bewerbung brauchst, findest du hier welche: Tipps für deine Bewerbung