Vorteile, nach dem Abi nicht zu studieren

Vorteile

Viele Abiturienten streben nach dem Abschluss ein Studium an – am besten direkt im Anschluss, denn Lücken im Lebenslauf sind bekanntlich nicht sehr beliebt bei Personalern, die dich zum Bewerbungsgespräch einladen sollen. Allerdings kann es dennoch Sinn machen, nach dem Abitur nicht direkt zu studieren und die freie Zeit anderweitig zu nutzen. Allerdings solltest du diese Freizeit sinnvoll nutzen. Eine Ausbildung, Praktika oder auch ein wenig Freizeit können Wunder wirken und dich auf deinen weiteren Lebensweg perfekt vorbereiten.

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Deine Optionen nach dem Abitur

Wenn du das Abitur in der Tasche hast, steht dir die Welt offen – wohin willst du gehen? Direkt ins Studium überzugehen, wäre eine Möglichkeit. Doch sie ist längst nicht die Einzige. Andere Optionen können dir zahlreiche Vorteile bieten, die nicht zu unterschätzen sind. Wie wäre es beispielsweise mit:

  • Einer Ausbildung
  • Einem Praktikum
  • Einer Reise in ferne Länder
  • Oder einfach ein wenig Freizeit

Sie alle sind durchaus eine Überlegung wert und viel mehr als nur Lückenfüller. Was du auf diesen Wegen lernen kannst – auch über dich selbst – ist nicht zu unterschätzen. Grund genug, uns diese vier Alternativen ein wenig näher anzuschauen.

Alternative #1: Eine Ausbildung beginnen

Vor allem Eltern sehen das Studium als einzig wahre Alternative nach dem Abitur – doch sie könnten nicht ferner von der Wahrheit sein. Eine Ausbildung hat heute einen sehr hohen Stellenwert. In manchen Branchen ist sie sogar wichtiger als ein Studium. Der Grund dafür liegt auf der Hand: In einem Studium lernst du theoretisch. Das bedeutet, dass du theoretisch weißt, wie das Business funktioniert und theoretisch weißt, wie du Probleme lösen kannst – in der Praxis sieht es jedoch häufig ganz anders aus. Nicht ohne Grund verlangen Personaler heute von Absolventen gleichzeitig praktische Erfahrung.

Als Auszubildender hast du hier die Nase vorn. Du hast „am Job gelernt“ und weißt, wie du in entsprechenden Situationen reagieren musst. Natürlich ist es nicht verkehrt, ein Studium dranzuhängen – aber ein Muss ist das noch lange nicht. Zusätzlich verdienst du bereits ein Ausbildungsgehalt, kannst finanziell unabhängig werden und wirst damit schneller selbstständig in allen anderen Lebensbereichen. Erfahrung, die nicht zu unterschätzen ist. Das wissen auch die Personalverantwortlichen in den Unternehmen.

Alternative #2: Ein Praktikum absolvieren

Dein Plan ist nach dem Abitur zu studieren. Aber welches Fach, das weißt du noch nicht. Um dich nicht gleich für mehrere Jahre zu binden oder nach einigen Semestern feststellen zu müssen, dass der gewählte Studiengang doch nicht der richtige ist, kannst du nach dem Abitur erste ein oder mehrere Praktika absolvieren. So kannst du die Branche und das Aufgabenfeld erst einmal kennenlernen, um dann zu entscheiden, ob du diesen Weg wirklich gehen möchtest.

Das Schöne an einem Praktikum: Du kommst relativ schnell an sie heran und hast die Möglichkeit in verschiedene Aufgabengebiete hineinzuschnuppern – vorausgesetzt natürlich, du wirst nicht nur für’s Kaffeekochen abgestellt. Außerdem machen sich Praktika natürlich auch in deinem Lebenslauf sehr gut, wenn du dich später bei deinem neuen potenziellen Arbeitgeber vorstellst.

Alternative #3: Reisen

Nach 12 Jahren lernen willst du ein wenig von der Welt sehen? Dann ist jetzt die richtige Zeit dafür. Du hast dir eine Auszeit verdient und kannst auf eigene Faust und deinem angesparten Geld auf Reisen gehen oder dir deinen Lebensunterhalt unterwegs mit Work & Travel verdienen. Natürlich darf auch ein wenig Partymachen nicht fehlen, denn schließlich hast du auch etwas zu feiern. Letztendlich ist es jedoch die Erfahrung, die du unterwegs sammelst, die dir auch später noch zu gute kommen wird.

Nehmen wir an, du bewirbst dich später für einen Job und kannst ein Jahr Auslandserfahrung vorweisen. Während der Zeit hast du nicht nur neue Kulturen kennengelernt, deine Sprachkenntnisse vertieft und Lebenserfahrung gesammelt – du hast gezeigt, dass du auch in jungen Jahren die Herausforderung suchst und selbstständig bist. Das sagt viel (positives) über dich aus und wird letztendlich auch bei deiner Bewerbung eine wichtige Rolle spielen. Du musst die Auslandserfahrung nur noch richtig verkaufen.

Alternative #4: Ein wenig den Kopf freibekommen

Startest du sofort nach dem Abitur mit dem Studium, liegen im Höchstfall drei Monate dazwischen. In der Zeit darfst du auch einfach nichts tun, feiern gehen und den Kopf freibekommen. Das wird dir sehr wahrscheinlich niemand ankreiden und obendrein ist es wichtig, ein wenig auszuspannen, bevor der nächste Lebensabschnitt losgeht. Ein Studium ist (nicht erst seit der Einführung der Bachelor-Studiengänge) nicht ohne – du solltest dich auch mental dafür vorbereiten. Und was könnte da besser sein, als ein wenig relaxen? Schließlich hast du seit 12 Jahren gelernt und jetzt kommen weitere Semester des Lernens auf dich zu. Eine Pause sei dir gegönnt – nur länger als die drei Monate sollte deine Pause nicht sein, da die Lücke in deinem Lebenslauf dann doch zu groß wäre.

Wenn du nach dem Abitur nicht direkt studieren willst, solltest du deinen Kopf durchsetzen. Schließlich ist das Studium nicht der einzige Ausbildungsweg und andere Zwischenstationen sind genauso wichtig für deine glänzende Berufskarriere. Achte nur darauf, dass deine Pause nicht ins monatelange Faulenzen ausartet, denn: Zu lange Pausen machen es schwer, wieder einzusteigen. Und zu lange Lücken in deinem Lebenslauf sind ebenfalls kontraproduktiv. Zumindest eine kurze Pause von all dem Lernstress hast du dir jedoch redlich verdient.