Studieren in Spanien

Studieren in Spanien - Alles zum Thema Kosten

Da studieren, wo andere ihren Urlaub verbringen? Für Studenten aus Deutschland klingt das wahrscheinlich wie ein unerfüllbarer Traum – dabei liegt das Ziel doch so nahe: Spanien ist ein Land, das weltweite Anerkennung für sein ausgezeichnetes Hochschulsystem erntet. Jährlich zieht es daher tausende Studenten aus dem Ausland in die Urlaubsregion, wo die zahlreichen Sonnenstunden für das hohe Lernpensum entschädigen. Hier findest du alle Infos rund um das Thema „Studieren in Spanien“.

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Das Hochschulsystem in Spanien

Als Unterzeichner des Bolognaabkommens besteht auch in Spanien für deutsche Studenten die Möglichkeit, einen gleichwertigen Bachelor- oder Master-Titel zu erwerben – sogar ein Doktortitel lässt sich hier anstreben. Alle drei Abschlüsse sind natürlich ohne Ausnahme europa- und weltweit anerkannt. In Spanien gibt es im Gegensatz zu Deutschland allerdings nur eine Hochschulart – die klassische Universität. Die unterteilt sich abermals in bestimmte Fachrichtungen. So gibt es beispielsweise Universitäten, die man mit Technischen Fachhochschulen in Deutschland vergleichen kann oder auch Bildungseinrichtungen, die sich auf künstlerische Fachbereiche konzentrieren. Studiert wird in Spanien außerdem nicht in Semestern, sondern pro Studienjahr. Das beginnt im Oktober und wird im Juni des Folgejahres beendet. Allerdings ohne Abschlussprüfung, dafür aber unter Berücksichtigung der erzielten Kreditpunkte.

Die Leistungen selbst werden über ein Notensystem festgehalten, das sich zwischen Zahlen von 5 bis 10 bewegt. 5 ist in diesem Fall das schlechteste Ergebnis, bei dem eine Prüfung oder Arbeit wiederholt werden muss. Die 10 ist hingegen die höchste Auszeichnung, die nur die besten Studenten erreichen. Bei der Art und Weise der Unterrichtsgestaltung, baut man in Spanien nach wie vor auf ein sehr verschultes System. Studenten lernen daher zum größten Teil im Frontalunterricht und müssen mitunter ein höheres Leistungspensum aufbringen als Studenten in Deutschland. Dafür wird jedoch auf Hausarbeiten oder Referate verzichtet und das erworbene Wissen über schriftliche Prüfungen zum Jahresende kontrolliert.

Finanzierung des Studiums in Spanien

Wer unter der Sonne Spaniens seine berufliche Zukunft gestaltet, muss dafür leider Studiengebühren in Kauf nehmen. Zum größten Teil werden die jedes Jahr neu festgelegt und richten sich nach der belegten Anzahl der Fächer und den Kreditpunkten, die im Verlauf des Studienjahres erworben werden. Hier muss ein Auslandsstudent mit Kosten von bis zu 900 Euro rechnen, wobei die Gebühren auch im Verlauf der Studienjahre ansteigen können. Medizin-studenten zahlen zum Beispiel für ein fortgeschrittenes Studium bis zu 1.400 Euro pro Jahr. Auch für die Teilnahme an Prüfungen wird zusätzlich eine weitere Gebühr erhoben, die sich auf bis zu 90 Euro belaufen kann. Der grundsätzliche Lebensunterhalt in Spanien beläuft sich hingegen auf rund 700 Euro pro Monat. Miete und weitere Kosten für Nahrung oder Lernmaterialien wurden hier berücksichtigt. Besonders günstig wohnt der Student dabei natürlich in den Wohnheimen der Universitäten, die allerdings nur wenig gemein haben mit den deutschen Studentenunterkünften.

Die Unterbringung erinnert eher an ein Hostel und oft sind Mehrbettzimmer die Regel. Zusätzlich kann man sich zwischen Voll- und Halb-Pension entscheiden, wobei die Voll-Pension mit zusätzlichen Leistungen und Kosten verbunden ist. Der größte Kostenfaktor ist bei einem Studium in Spanien also die Gebühren der Hochschule. Idealerweise handelt es sich bei Spanien allerdings um ein Urlaubsland, sodass Studenten eine Vielzahl an Jobs in der Gastronomie oder im Hotelgewerbe finden können. Als EU-Bürger benötigen Auslandsstudenten keine zusätzliche Arbeits-erlaubnis und können mit guten Englisch- und Spanischkentnissen ein rentables Zubrot verdienen. Alternativ bieten sich weitere Optionen wie Auslands-BAföG oder auch Bildungskredite vom Bund an, über die man die Studiengebühren finanzieren kann.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Stipendium, für das man sich beim Deutschen Akademischen Austauschdienst bewirbt. Abiturienten mit guten Noten haben ebenso gute Aussichten auf Erfolg und das Förderprogramm bietet hilfreiche Unterstützung bei dem großen Abenteuer Auslandsstudium.

Bewerbung für einen Studienplatz in Spanien

Bewerber aus EU-Mitgliedstaaten können in Spanien auf einen direkten Zugang zu den staatlichen Universitäten bauen. Dafür müssen die nötigen Bewerbungsunterlagen bei der Zentralen Sammelstelle (UNED) eingereicht werden. Die überprüft die Voraus-setzung und übersetzt die deutschen Noten in das spanische Notensystem.

Voraussetzung ist natürlich das Abitur oder ein vergleichbarer Bildungshintergrund. Auch fortgeschrittene Kentnisse der spanischen Sprache sind eine Prämisse für den Zuschlag und können über Sprachtests oder Prüfungen vor Studienbeginn nachge-wiesen werden. Ferner gilt im Land für die meisten Studienfächer ein NC, der die Auswahl der verfügbaren Plätze begrenzt. Dieser wird von den Universitäten selbst jedes Jahr neu festgelegt. Für Bewerber besteht allerdings trotz NC die Chance, die Aussicht auf einen Platz im favorisierten Studiengang zu verbessern. Dafür gibt es in Spanien die Selictividad (PAU), eine Prüfung, durch die man die Zulassungsvoraussetzungen optimieren kann. Der Test kann beliebig oft wiederholt werden, bis man die gewünschte Note erreicht hat. Durchfallen darf man allerdings nur maximal dreimal.

Wer seine Spanischkenntnisse noch vor der Bewerbung verbessern möchte, für den ist mit Sicherheit eine Sprachreise geeignet. Hier kannst du das Erlernte sofort anwenden und verbesserst dein Spanisch im Handumdrehen.

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Die Teilnahme an der PAU ist nicht bindend, wird von vielen Studenten allerdings gerne genutzt, um Wartesemester zu vermeiden und den Traum von bestimmten Studien-fächern nicht aufgeben zu müssen. Spanien kennen viele Abiturienten nur aus dem Urlaub – das sich dort auch vortrefflich studieren lässt, wissen die wenigsten. Wer sich das Hochschulsystem jedoch genauer anschaut, wird feststellen: Auch für die Gestaltung der beruflichen Zukunft ist das Sonnenland perfekt geeignet.

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