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Soziale Arbeit – ein Studiengang im Kommen

Vorstellung: der Studiengang „Soziale Arbeit“

Wer nach dem Abitur studieren möchte, stellt schnell fest: Das Studien-Angebot ist riesig. Besonders beliebt sind heute Studiengänge im pädagogischen Bereich. Hierzu gehört auch der Studiengang „Soziale Arbeit“, an manchen Universitäten und Hochschulen auch „Sozialarbeit“ genannt. Im Nachfolgenden findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu dem Studiengang und natürlich auch, was du damit anfangen kannst.

Wo kann ich Soziale Arbeit studieren?

Wer Soziale Arbeit studieren möchte, kann dies in ganz Deutschland tun. Vor allem viele Fachhochschule, aber auch einige Universitäten bieten den Studiengang an. Wenn du viel Wert auf eine praktische Ausbildung legst, solltest du dich für ein Studium an einer Hochschule entscheiden. Universitäten übermitteln hingegen mehr theoretisches, dafür jedoch sehr fundiertes und wissenschaftliches Wissen. Welche Form der Ausbildung die richtige ist, muss jeder Student für sich selbst entscheiden. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt vor der Bewerbung die jeweiligen Studienberatungen der Universitäten und Hochschulen in Anspruch und informiert sich über das Profil der Einrichtungen und des angebotenen Studiengangs.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Da der Studiengang Soziale Arbeit sehr beliebt ist, ist er an den meisten Hochschulen und Universitäten zulassungsbeschränkt. Das heißt, Studieninteressierte müssen einen gewissen Numerus clausus (NC), also eine bestimmte Abitur-Note, vorweisen, um zum Studium zugelassen zu werden. Der NC ist an allen Bildungs-Einrichtungen unterschiedlich und schwankt meist zwischen 2,0 und 2,5. An manchen Hochschulen und Universitäten ist er jedoch auch noch strenger.

Des Weiteren ist es immer gern gesehen, wenn du als Studienbewerber ein entsprechendes Praktikum, soziales oder kirchliches Engagement oder sogar Berufserfahrung aufweisen kannst. An einigen Einrichtungen ist sogar ein Vorpraktikum Pflicht. Über die jeweiligen Voraussetzungen kannst du dich auf den Internetseiten der einzelnen Hochschulen und Universitäten schnell informieren.

Eine letzte überaus wichtige Voraussetzung zum Studium der Sozialen Arbeit ist die persönliche Eignung für das spätere Berufsfeld. Allgemein gesagt: Sozialarbeiter müssen mit Menschen umgehen und arbeiten können. Eine Akzeptanz der Menschen, auch wenn diese eine andere Meinung, Weltanschauen, Kultur oder Religion haben, ist unabdingbar. Auch die Balance zwischen Nähe und Distanz ist eine wichtige persönliche Voraussetzung für die Arbeit im sozialen Bereich. Natürlich ist es wichtig, den Menschen die nötige Empathie entgegenzubringen. Genauso wichtig ist es jedoch auch, sich emotional von ihnen distanzieren zu können. Wer Mitleid mit jemandem hat, kann ihm nicht helfen. Außerdem dient die Distanz auch dem Selbstschutz und verhindert, dass man die Arbeit sprichwörtlich mit nach Hause nimmt.

Einige Universitäten und Hochschulen bieten den Studieninteressenten Eignungstests an, die auch hier wieder teilweise Pflicht sind. Mithilfe dieser Tests können sich zukünftige Sozialarbeiter bewerten lassen, ob sie für den Beruf geeignet sind.

Was sind die Inhalte des Studiengangs Soziale Arbeit?

Das Studium beginnt mit der Grundlagenvermittlung. Auf dem Lehrplan stehen die Fachwissenschaft Soziale Arbeit sowie Bezugswissenschaften wie Recht, Psychologie, Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Nach diesem, in der Regel sehr theoretischen und zum Teil trockenen Studienabschnitt, beginnt die Vermittlung verschiedener Themenfelder wie Management, Beratung, methodische Grundlagen der Sozialen Arbeit, Rechtswissenschaften, Ethik und Medienpädagogik. Wahloptionen ermöglichen eine individuelle Schwerpunktsetzung.

Trotzdem gilt: Der Studiengang Soziale Arbeit ist ein eher breit ausgelegtes Bildungsangebot. Die wirkliche Spezialisierung auf ein Gebiet erfolgt im Normalfall erst nach dem Studium, wenn der Sozialarbeiter ins Berufsleben eintritt. Dennoch: Viele Studienordnungen weisen auch Praxis-Semester oder Pflicht-Praktika aus, die den Studierenden die Möglichkeiten bieten, Erfahrungen in einem bestimmten Berufszweig zu sammeln und sich noch während des Studiums beruflich zu orientieren.

Was ist der Unterschied zwischen sozialer Arbeit und Sozialpädagogik?

Häufig gehen Studieninteressierte davon aus, dass es sich bei „Sozialer Arbeit“ und „Sozialpädagogik“ lediglich um begriffliche Unterschiede handelt. Tatsächlich unterscheiden sich die Studiengänge stark voneinander. Während Studenten der Sozialpädagogik im Bereich der außerschulischen Bildung sowie auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften ausgebildet werden, bekommen zukünftige Sozialarbeiter viele verwaltungstechnische Inhalte beigebracht.

Jeder Studieninteressierte sollte sich dessen bewusst sein, denn nicht selten kommt es vor, dass das Studium der Sozialen Arbeit abgebrochen wird, weil der Student nicht mit einem so großen Pensum in den Feldern Wirtschaft und Recht gerechnet hat. Übrigens: Es gibt auch die Möglichkeit, Soziale Arbeit und Sozialpädagogik miteinander zu verbinden – der Studiengang Sozialwesen verknüpft Aspekte beider Studienrichtungen.

Welchen Abschluss habe ich nach dem Studium?

In erster Linie können sich Absolventen der Sozialen Arbeit „Bachelor of Arts“ nennen. Darüber hinaus erhalten sie eine Urkunde, die sie als staatlich anerkannte Sozialarbeiter zertifiziert. Das Arbeitsfeld von Sozialarbeitern ist riesig. Viele Absolventen finden eine Anstellung in öffentlichen Einrichtungen von Städten und Gemeinden, Beratungsstellen, Jugendverbänden oder auch religiösen Einrichtungen. Konkrete Arbeitsfelder sind unter anderem:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Behindertenpädagogik
  • Krankenhilfe
  • Obdachlosenhilfe
  • Drogen- und Suchthilfe
  • Familienhilfe
  • Migrationshilfe
  • Sozialpsychiatrie
  • Sozialpolitik
  • Rechtsberatung
  • Gesundheitsberatung

Lohnt sich das Studium der Sozialen Arbeit?

Betrachtet man das überaus breite Berufsfeld des Sozialarbeiters, kann diese Frage eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Die Arbeit ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und hilfreich für andere Menschen. Nach dem Bachelor-Studium, das in der Regel drei Jahre dauert, bist du im Besitz einer fundierten Berufsausbildung, mit der du dich in den verschiedensten Einrichtungen und Beratungsstellen bewerben kannst. Wer sich darüber hinaus noch weiterbilden möchte oder eine wissenschaftliche Spezialisierung anstrebt, kann nach dem Grundstudium noch ein Masterstudium absolvieren.

Wenn du mit deiner Arbeit einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und Menschen in schwierigen Situationen helfen willst, dann ist der Studiengang Soziale Arbeit genau der richtige für dich. Die Lehre vermittelt sowohl Grundlagenwissen als auch spezielle Anwendungs-Kompetenzen und ist damit die perfekte Verbindung von Theorie und Praxis. Bereit für diesen Studiengang? Dann fehlt nur noch die richtige Ausbildungsstelle und schon kann es losgehen.

 

Studiengang „Soziale Arbeit“ – Informationen im Netz

Wer sich tiefergehend zum Studiengang bzw. Studienfach „Soziale Arbeit“ informieren möchte, dem empfehlen wir folgende externe Infoquellen:

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