Medienmanagement/Medienökonomie

Medienmanagement studieren - Alle Infos im überblick

In den Studiengängen Medienmanagement und Medienökonomie geht es vor allem um die betriebswirtschaftliche Lehre, die mit den Medien verbunden wird. Wenn du dich für ein solches Studium entscheidest, stehen dir anschließend viele Möglichkeiten offen. So kannst du in den Bereichen Kommunikation und Marketing ebenso gut eine Arbeitsstelle finden wie in den Bereichen BWL, Management oder Ökonomie. Hier findest du einige Informationen rund um das Thema Medienmanagement und Medienökonomie

Themen dieser Seite:

Studieninfos im Überblick

Studieninhalte

Wirtschaftswissenschaften: BWL, VWL, Controlling, Personalmanagement, Marketing, Buchhaltung und Rechnungswesen

Medienfächer: Medienwirkung, Medienpsychologie, Mediensysteme, Kommunikationsmanagement, etc.

Ergänzende Fachgebiete, z.B. Medienrecht oder Handelsrecht

Schlüsselqualifikationen, z.B. Fremdsprachenkurse

Praktikum und Bachelor-Arbeit

Voraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife

ggf. NC

gute Deutschkenntnisse

Kreativität

Disziplin

Organisationsvermögen

Interesse an BWL

analytische Denkweise

Mögliche Einsatzfelder

TV- oder Radiosender

Printmedienbereich

Musikverlage

Videostudios

Filmproduktionsstätten

Internet-Firmen

Unternehmensberatungen

Werbe- und Marketingagenturen

Bildungseinrichtungen

Weiterbildungsoptionen

Master-Studium (zwei bis vier Semester)

Lehrgangsseminare

Berufliche ChancenSehr gut

Neues Geschäftsfeld: Das Medienmanagement

In den letzten Jahren schritt die Digitalisierung immer weiter voran. Das Internet wird immer größer, du kannst mit Freunden auf der ganzen Welt chatten und per Video telefonieren. Filme anschauen gelingt durch verschiedene Portale ganz einfach und einkaufen gehen kannst du in etlichen Online-Shops. Wenn du ein altes Fahrrad verkaufen möchtest, versteigerst du es einfach im Internet und wenn du ein paar Informationen benötigst, recherchierst du auf zahlreiche Webseiten. Die Welt wird digitaler und dadurch ergeben sich neue Herausforderungen und neue Chancen.

Insgesamt ändern dadurch auch die Nutzer der Medien ihr Verhalten. Darauf müssen sich alle Unternehmen vorbereiten und dementsprechend handeln. Dies können sie beispielsweise mit dem Aufbau von einer neuen Abteilung bzw. ein neues Geschäftsfeld: Das Medienmanagement.

Um dir dies zu verdeutlichen, ist hier ein kleines Beispiel: Zeitungen fallen unter dem Bereich Printmedien. Sie bestehen aus Papier und sind nicht digital. Doch damit sie durch die Digitalisierung nicht untergehen, muss die Geschäftsleitung umdenken. Denn ihr Geld können sie nicht mehr so erwirtschaften, wie vor einigen Jahren. Beispielsweise kostet eine Stellenanzeige bei einer Zeitung bis zu 1.500 €, im Internet meistens jedoch nur 300 € bis 500 €. Dabei erreichen die Unternehmen durch die Internetanzeigen oftmals noch mehr Leute als durch die Zeitung. Also entscheiden sie sich öfter für die Internet- anstatt für die Zeitungsanzeige. Damit Zeitungen genau diesem Beispiel entgegenwirken können, benötigen sie neue Einnahmequellen. Dies kann beispielsweise eine App sein, die evtl. ein klein wenig kostet, dafür jedoch die Zeitung schon am Vorabend preisgibt. Verantwortlich für diese innovativen Ideen ist schließlich das Medienmanagement.

Die Studieninhalte

Wenn dich der Beruf in solch einem Bereich interessiert, bist du wahrscheinlich auch an dem Studium Medienmanagement bzw. Medienökonomie interessiert.

Die Studieninhalte können dabei in fünf Gebiete eingeteilt werden:

    1. Wirtschaftswissenschaften: Hierzu zählen alle wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. Dazu gehören sowohl die betriebswirtschaftliche als auch die volkswirtschaftliche Lehre (BWL und VWL). Doch auch Controlling, Personalmanagement, Marketing, Buchhaltung sowie Rechnungswesen sind Teil der Wirtschaftswissenschaften.
    2. Medienfächer: Zu den Medienfächer zählen Medienwirkung, Medienpsychologie, Mediensysteme, Kommunikationsmanagement, usw. Sie sind der zweite große Hauptbestandteil des gesamten Studiengangs.
    3. Ergänzende Fachgebiete: Die ergänzenden Fachgebiete können einen kleinen Anteil des Studiengangs darstellen. Zu ihnen gehören Fächer wie Medienrecht oder Handelsrecht.
    4. Schlüsselqualifikationen: Je nach Hochschule werden ganz unterschiedliche Schlüsselqualifikationen angeboten. Diese könnten sich jedoch von Fremdsprachenkurse bis hin zu Seminaren im Bereich Präsentationen erstrecken.
    5. Praktikum und Bachelor-Arbeit: Während des Studium wird häufig auch ein Praktikum verlangt. Dieses kann in einem beliebigen Unternehmen stattfinden und für erste Erfahrungen sorgen. Am Ende des Studiums wirst du schließlich eine Bachelor-Arbeit ablegen müssen.

Beachte jedoch, dass jede Hoch- oder Fachhochschule ihren eigenen Studieninhalt anbietet. Die Schwerpunkte können dementsprechend variieren und von Uni zu Uni verschieden sein.

>> Der Bachelor-Abschluss

Die Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für das Studium Medienmanagement oder Medienökonomie sind folgende:

  • Die Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife sind stets erforderlich.
  • Manchmal ist auch ein NC erforderlich.
  • An einigen Unis wird ein Einstellungsverfahren bzw. ein Bewerbungsgespräch vor der Zusage vollzogen.

Schließlich benötigst du auch einige persönliche Eigenschaften, die dir während des Studiums mit Sicherheit vorteilhaft erscheinen werden:

  • gute Deutschkenntnisse
  • Kreativität
  • Disziplin
  • Organisationsvermögen
  • Interesse an BWL
  • analytische Denkweise

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>> Studienplatzbewerbung: So geht’s

Die Universitäten

Medienmanagement und Medienökonomie Studienplätze sind sehr begehrt. Deshalb ist es wichtig, dass du dich vorher darum kümmerst und dir schon frühzeitig von verschiedenen Universitäten Informationen beschaffst. Wenn du schon weißt, was du nach dem Studium machen möchtest, solltest du dich insbesondere auch um die Schwerpunkte der verschiedenen Hochschulen und Fachhochschulen kümmern. Vergleiche diese am besten und entscheide dich für den Schwerpunkt, der am besten zu deinem zukünftigen Beruf passt. Beispielsweise bietet die Hochschule Macromedia den Studiengang Medienmanagement in sieben Semestern an.

Die Studienrichtungen teilen sich dabei auf in:

  • Designmanagement
  • Digital Media Management
  • Markenkommunikation und Werbung
  • Musikmanagement
  • PR und Kommunikationsmanagement
  • Sport- und Eventmanagement
  • Social Media TV

Die Hochschule der populären Künste (hdpk) bietet das Studium hingegen in den drei Fachrichtungen Musik- und Eventmanagement, Management in digitaler Medien und Journalismus- und PR-Management. Deshalb informiere dich vorab über die Schwerpunkte der jeweiligen Uni.

Die möglichen Einsatzfelder und Berufsaussichten

Die Einsatzfelder erstrecken sich über zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch alle in zwei Bereiche aufgeteilt werden können:

  • Kommunikation und Marketing
  • BWL/ Management/Ökonomie
  • Medienplaner/Medienberater

PR-Manager

In der Branche Kommunikation und Marketing besteht die Aufgabe darin, das Unternehmen mehr Aufmerksamkeit zu bescheren. Hier könntest du beispielsweise als PR-Manager arbeiten und dabei PR-Strategien entwickeln, Messen und Events planen und für die Durchführung von Produktpräsentationen sorgen. Dabei ist vor allem ein guter Schreibstil sowie ein gutes Ausdrucksvermögen gefragt.

Social-Media-Manager oder Online-Marketing-Manager

Wenn du dich jedoch mehr für das Internet interessierst, könntest du auch als Social-Media-Manager oder als Online-Marketing-Manager durchstarten. Wenn du Social-Media-Manager werden möchtest, liegen deine Aufgaben in der Entwicklung von Konzepten, in der Steuerung der Unternehmensaktivitäten in Social Media, usw. Wenn du hingegen Online-Marketing-Manager werden möchtest, musst du dich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) auskennen, Werbebanner buchen können, Webseiten entwickeln bzw. weiterentwickeln können, etc. Übrigens sind die Berufe Traffic-Manager, Suchmaschinenoptimierer, usw. sehr ähnlich.

BWL, Management und Ökonomie

In der Branche BWL, Management und Ökonomie liegen deine Aufgaben jedoch vor allem im Bereich BWL. Im Allgemeinen gesprochen musst du dafür sorgen, dass das Unternehmen in verschiedenen Medien tätig ist. Arbeiten könntest du beispielsweise im Lizenzrechtehandel. Hier musst du insbesondere eins können: Verhandeln. Denn hier verhandelst du über Preise und Möglichkeiten, die Sendungen auszustrahlen.

Medienplaner/Medienberater

Genauso gut kannst du jedoch auch als Medienplaner oder Medienberater tätig werden. Dabei agierst du als Vermittler zwischen einem Werbetreibenden und den Medien: Wenn die Zielgruppe für ein bestimmtes Produkt fertig ist, bist du derjenige, der Marktanalysen durchführt, diese auswertet und für das Produkt an den entsprechenden Stellen wirbt.

Wie du siehst, gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten. So kannst du bei TV-Sendern arbeiten, bei einem Verlag oder in einer Internet-Firma. Doch auch bei Unternehmensberatungen, Werbe- und Marketingagenturen, Videostudios, Musikverlage, Bildungseinrichtungen, usw. kannst du mit Sicherheit eine Stelle finden.

Es gibt so viele verschiedene Einsatzfelder und Möglichkeiten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du schon vorher entscheidest, welchen Schwerpunkt du dir für deine Hochschule wünscht. Dementsprechend kannst du auch die für dich passende Hochschule auswählen. Im Übrigen sind die Berufsaussichten sehr gut, denn die Welt wird digitaler und der Markt boomt.

Die Fortbildung und Spezialisierung

Eine Möglichkeit der Fortbildung und Spezialisierung ist das Master-Studium, das nach dem Bachelor-Studium absolviert werden kann. Dadurch eröffnen sich vor allem leitende Möglichkeiten. Wenn du also anstrebst, eines Tages Geschäftsführer oder in der Position eines Leiters zu sein, solltest du dieses Studium evtl. im Anschluss auch noch machen.

>> Der Studienabschluss Master

Unterschied: Medienmanagement und Medienökonomie

Der Unterschied zwischen Medienmanagement und Medienökonomie lässt sich nur schwer definieren. Dies ist auch der Grund, warum einige Hochschule beide Studiengänge in einem vereinen. Im Medienmanagement geht es jedoch vor allem um den Einsatz der Medien. In der Medienökonomie geht es hingegen insbesondere um den Einsatz der knappen Ressourcen.

Übrigens wird Medienmanagement auch oftmals in Verbindung mit Medienwirtschaft angeboten. Hier gibt es natürlich auch einen kleinen Unterschied, denn Medienwirtschaft beschäftigt sich eher mit den Unternehmensentscheidungen, die getroffen wurden, um durch die Abteilungen Produktion und Vertrieb mehr Gewinn zu machen.

Fazit

Gute Chancen hast du in dieser Branche mit Sicherheit. Jedoch solltest du vor allem Kreativität, gute Deutschkenntnisse und ein Interesse an BWL mitbringen. Wichtig ist außerdem, dass du dich über die verschiedenen Unis und die einzelnen Schwerpunkte informierst. So kannst du deine Universität bzw. Fachhochschule auswählen und dich später für deinen Beruf entscheiden. Vor allem wenn du schon genau weißt, was du machen möchtest, kann dies ausschlaggebend für deine Zukunft sein.