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Netzwerke für die Jobsuche nutzen

Networking

Networking: Ein gutes Netzwerk erleichtert die Jobsuche

Vielleicht hast du schon einmal davon gehört oder bereits selbst Erfahrungen damit gemacht: Ein gutes Netzwerk ist wichtig bei der Jobsuche und kann dir helfen, deinem Traumjob ein ganzes Stück näher zu kommen. Dabei spielen nicht nur digitale Networks, sondern auch die guten alten Bekannt- und Freundschaften in der „realen Welt“ eine wichtige Rolle. Wer sowohl seine Online- also auch Offline-Netzwerke gut pflegt, ist auf der Gewinner-Seite.

Online-Networking: Von Likes, Followern und anderen Fremdwörtern

Die gute Nachricht zuerst: Als frischgebackener Abiturient gehörst du aller Wahrscheinlichkeit nach zu den sogenannten „Digital Natives“, jenen privilegierten jungen Menschen, die mit dem Internet von der Kindheit an aufgewachsen sind und für die Facebook, Twitter und andere Social Networks schon lange zum Alltag gehören. Die schlechte Nachricht: Social Media zum Zeitvertreib ist nicht gleich Social Media zur Jobsuche. Wenn du die sozialen Netzwerke nutzen willst, um berufliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, musst du ein paar andere Regeln beachten.

Social Networks, die sich perfekt zur Netzwerk-Pflege eignen, sind:

  • Facebook
  • Google+
  • Twitter
  • Xing
  • LinkedIn

Weniger empfehlenswert sind hingegen:

  • Pinterest
  • Instagram

Diese Aussage kann jedoch nicht pauschalisiert werden. Willst du im Beauty-, Kreativ- oder Gastrobereich Fuß fassen, kannst du auch auf Pinterest und Instagram interessante Kontakte knüpfen und pflegen. Das ist jedoch eher die Ausnahme.

Für die meisten anderen Berufe solltest du eher in den zuerst genannten Networks unterwegs sein. Wichtig ist, dass du dort nicht nur als passiver Beobachter still in der Ecke sitzt, sondern auch aktiv wirst. Kommentiere, folge, like, poste. Das Wörtchen „Social“ hat durchaus seinen Sinn. Wenn du es schaffst, regelmäßigen Kontakt zu bestimmten Leuten zu pflegen, auf deren Posts und Tweets reagierst und über Xing und LinkedIn neue (berufliche) Bekanntschaften machst, wirst du schon bald bemerken, wie sich dein Netzwerk formt und festigt.

Tipp: Setze dir täglich eine gewisse Zeit fest, die du nutzt, um deine sozialen Netzwerke zu pflegen. Dann läufst du nicht Gefahr, in den unendlichen Weiten des digitalen Kosmos wertvolle Zeit mit „Cat-Content“ zu verschwenden, sondern konzentrierst dich auf das Wesentliche. Deine private Facebook-Timeline und die neuesten Party-Bilder kannst du auch später noch checken.

Nutze Vorteile, erkenne Unterschiede

Ein Vorteil der meisten Netzwerke im Internet: Du siehst auf einen Blick, wer wen kennt und über wen du Kontakt zu jemandem aufbauen kannst. Nutze die Transparenz und einfache Kommunikationswege. Bedenke aber auch, dass auf den einzelnen Plattformen unterschiedliche Regeln gelten. Während man auf Facebook in der Regel nur Kontakte pflegt, die man auch in der Offline-Welt (zumindest flüchtig) kennt, folgt man auf Twitter durchaus auch fremden Menschen. Während der Ton auf Google+ weitestgehend locker und freundschaftlich ist, legt man bei Xing und LinkedIn Wert auf eine professionelle Unterhaltung.

Am besten ist es, wenn du dich erst einmal in dem sozialen Netzwerk umsiehst, ehe du selbst aktiv wirst. Auch der Erfahrungsaustausch mit Freunden und Bekannten kann dir helfen, das richtige Verhalten an den Tag zu legen und somit deine Netzwerke ideal zu pflegen.

Hast du übrigens schon gehört, dass du Jobs inzwischen auch über Apps finden kannst? Vielleicht probierst du es mal mit der App Selfie-Job.

Offline-Networking: Willkommen in der echten Welt

Sicherlich hast du während der Schulzeit viele neue Leute kennengelernt. Einige von ihnen studieren vielleicht bereits oder stehen fest im Arbeitsleben. Diese Menschen sind der perfekte Ausgangspunkt für dein Offline-Netzwerk. Wie in der Online-Welt gilt auch hier: nicht nur aufbauen, sondern auch pflegen. Dabei muss es nicht immer beruflich zugehen. Auch lockere Gespräche im Park oder auf einer Party, die Bitte um einen Rat oder das Angebot der Hilfe sind perfekt, um soziale Bindungen zu festigen. Oft reicht es schon, wenn man sich kennt und gut aufeinander zu sprechen ist – die eine oder andere (Job-)Chance ergibt sich da fast von alleine.

Die Welt ist ein Dorf und jeder kennt jeden

Was im Social Web auf einen Blick erkennbar ist, muss in der Offline-Welt erst erfragt werden: Gemeinsame Freunde, ehemalige Lehrer, die der andere kennt und dein potenzieller Chef, der ganz zufällig der Onkel deines Gesprächspartners ist. Denke immer daran: Die Welt ist ein Dorf. Vor allem in kleinen und mittleren Städten musst du darauf gefasst sein, dass jeder jeden kennt. Ein überrascht-freundliches „Ach, den kennst du auch!?“ kann für dich schon der imaginäre Fahrschein zum Traumjob sein.

Denke beim Wort Networking immer an ein Spinnennetz. Das besteht auch nicht nur aus einer geraden Verbindung zwischen zwei Punkten (oder Personen), sondern unzähligen Verknüpfungen und abzweigenden Wegen, die trotz all der unterschiedlichen Richtungen irgendwie immer miteinander verbunden sind. Dein Netzwerk muss genauso werden, wenn du damit erfolgreich einen Job finden willst: Verzweigt, weitläufig und dennoch fest verknüpft.

Tipp: Rufe zu einer „Network-Party“ auf. Lade dazu z. B. zehn Leute ein und fordere diese auf, wiederum jeweils einen Freund aus einem anderen Bekanntenkreis mitzubringen. Einfacher und direkter kann Netzwerken nicht sein. Wenn ihr das lockere Treffen im Park veranstaltet und jeder etwas zu essen und zu trinken mitbringt, entstehen für dich auch keine großen Kosten.

Die Suche nach einem Job kann so einfach sein – wenn du über das nötige „Vitamin B“, sprich verschiedene Kontakte, verfügst und diese dir bei deinem Vorhaben behilflich sein können. Oft sind es Bekannte oder Verwandte, die dir von einer offenen Stelle in ihrem Unternehmen berichten können, noch ehe sie inseriert wird. Oft ist es die Empfehlung eines Freundes bei seinem Chef, die diesen davon überzeugt, dass du genau der richtige Bewerber für die zu besetzende Position bist. Sicher kannst du es auch als Einzelkämpfer schaffen. Doch sei dir sicher: Als Teamplayer, der über ein entsprechendes Netzwerk verfügt, wird es dir viel leichter fallen, einen tollen Job zu finden.

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