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Hochschulen Kompakt

Studium an deutschen Hochschulen: Was ist möglich? Am Anfang steht die Frage, welches Studienfach du belegen möchtest und natürlich auch, welches berufliche Ziel du mit deinem Abschluss anstrebst. Wenn du deine Laufrichtung kennst, solltest du dich frühzeitig über entsprechenden Studienabschlüssen und Hochschulformen informieren. Die Kombinationsmöglichkeiten und Vielfalt der Studiengänge sind groß. Die Form der in Frage kommenden Ausbildungsstätte ergibt sich häufig schon aus dem Berufswunsch: 

Wer zum Beispiel bildende Kunst studieren möchte, kann an eine staatliche oder private Hochschule gehen. Angehende Polizisten mit Ziel gehobener Dienst werden an einer FH für Öffentliche Verwaltung ausgebildet. Mehr zum Thema kannst du auf dieser Seite nachlesen.

Studienabschlüsse in Deutschland

Am Ende des Studiums erwirbst du deinen Studienabschluss durch eine Hochschulprüfung, eine Staatsprüfung oder auch eine kirchlichen Prüfung. Schließt du dein Studium mit einer Hochschulprüfung ab, wird dir ein akademischer Grad verliehen.

  • Bachelor (B. A.): erster berufsqualifizierender Abschluss
  • Master (M. A.): Weiterer berufsqualifizierender Abschluss; baut in der Regel auf einem Bachelorstudium auf.
  • Staatsexamen: Examensstudiengänge wie zum Beispiel Humanmedizin, Rechtswissenschaften oder (zum Teil noch) Lehramt studierst du an einer Uni. Die Abschlussprüfung wird allerdings von einem staatlichen Prüfungsausschuss abgenommen.
  • Weitere Studienabschlüsse: Zu weiteren möglichen Abschlüssen gehören: das künstlerische Studium mit der künstlerischen Abschlussprüfung oder das Theologiestudium mit der kirchlichen Prüfung.
  • Diplom & Magister: Das Hochschuldiplom oder Fachhochschuldiplom (Zusatz FH) sowie die meisten neunsemestrigen Magisterstudiengänge laufen zunehmend aus.

Staatliche Hochschulen

Der größte Teil der deutschen Hochschulen befindet sich in staatlicher Trägerschaft und wird auch vom Staat finanziert. Aus diesem Grund ist das Studium an einer staatlichen Uni in der Regel kostengünstiger als an privaten Einrichtungen. In unserer Hochschullandschaft gibt es neben den staatlichen auch staatlich anerkannte Hochschulen. Diese werden in der Regel in Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen unterteilt. Auch einige private Hochschulen sind staatlich anerkannt. Darüber hinaus unterhalten die protestantischen und katholischen Kirchen ebenfalls Hochschulen.

Private Hochschulen

Private Hochschulen befinden sich in privater Trägerschaft und sind zur Vergabe akademischer Grade berechtigt. Einige bilden künstlerisch bzw. medienorientiert aus, andere legen den Schwerpunkt auf die wirtschaftlich orientierte akademische Ausbildung. Zur privaten Hochschullandschaft in Deutschland gehören Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen. Alle Privathochschulen legen Priorität auf qualitativ hochwertige Lehre, häufig in Kombination mit internationaler Ausrichtung. Dazu gehören Fremdsprachen als Unterrichtssprache ebenso wie Praktika / Semester im Ausland. Zurzeit bilden in Deutschland knapp 100 staatlich anerkannte Hochschulen in privater Trägerschaft aus.

 

Duales Studium

Mit einem dualen Studium kannst du eine Ausbildung oder Praxiserfahrung in einem Unternehmen mit der wissenschaftlichen Lehre an der Hochschule verknüpfen.

Insbesondere bei sehr guten Abiturienten wird das duale Studium zunehmend beliebter. Berufs- und Karriere-Chancen sind mit einem abgeschlossenen dualen Studium häufig besser als mit regulärem Studienabschluss bzw. der Kombi „erst Ausbildung, dann Studium“. In Deutschland unterscheidet man grundsätzlich vier Formen des dualen Studiums:

  • duale Studiengänge, die eine Ausbildung integrieren
  • duale Studiengänge mit Praxisphasen in Unternehmen
  • duale Studiengänge plus berufliche Teilzeittätigkeit
  • berufsbegleitende (Vollzeit) duale Studiengänge

Ein duales Studium ist auch von zu Hause aus, per E-Learning, sowie nach einer  vorangegangenen Ausbildungsphase möglich.

Fernstudium an Fernhochschulen

Das Fernstudium am heimischen Schreibtisch ist eine Alternative, wenn du diszipliniert bist und / oder deine persönlichen Umstände kein Vollzeitstudium an einer regulären Uni erlauben. Du lernst räumlich und auch zeitlich weitgehend unabhängig im Selbststudium. Ein Fernstudium kombiniert eigenständiges Lernen anhand von Lehr- und Lernmaterial – in gedruckter Form oder online – mit Präsenz-Veranstaltungen. Deinen Lernfortschritt überprüft die Fernuni meist durch Einsendeaufgaben und Klausuren.

Studium bei der Bundeswehr

Ein Studium bei der Bundeswehr hat es in sich: Auswahlverfahren und Studium sind hart. Chancen hat, wer hochmotiviert und überdurchschnittlich diszipliniert ist. Trotz des Studentenstatus sind Studierende an einer Hochschule der Bundeswehr in erster Linie Soldaten. Sie verpflichten sich bei Zulassung für mindestens 12 Dienstjahre. Ein Studium bei der Bundeswehr bereitet sowohl auf die Führungsrolle in der Truppe, als auch auf ein zukünftiges, ziviles Arbeitsleben vor. In Deutschland gibt es zwei Bundeswehr-Hochschulen:

  • Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: Hier kann man Studiengänge wie Informationstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Geschichtswissenschaft und Psychologie belegen.
  • Universität der Bundeswehr München: Bietet unter anderem die Fächer Umweltwissenschaft, Mathematical Engineering sowie Luft- und Raumfahrttechnik.

FH für Öffentliche Verwaltung

FHs für Öffentliche Verwaltung sind interne Fachhochschulen des Bundes sowie vieler Länder. Hier werden Anwärter für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung ausgebildet. Zu den Fachbereichen gehören unter anderem: allgemeine innere Verwaltung, Finanzen (Steuern und Zoll), Polizei, Forstwirtschaft sowie Rechtspflege. Die Studierenden lernen alle entsprechenden Fachkenntnisse, berufspraktischen Fähigkeiten und wissenschaftlichen Methoden. Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische Abschnitte an den Fachhochschulen und Praktika bei verschiedenen Behörden. Während der gesamten Ausbildungszeit an der FH stehen die Studierenden in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf.

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