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Informationen zur Jobsuche nach dem Abitur

Ausbildung suchen

So findest du deinen Ausbildungsplatz

Ein dickes Konto, Anerkennung, Selbstverwirklichung – es gibt unzählige Gründe, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Eine Ausbildung bringt dich deinem großen Ziel ein gutes Stück näher. Egal, ob im Handwerk, im öffentlichen Dienst oder im kaufmännischen Bereich. Wie du deinen Ausbildungsplatz findest, verraten wir dir auf diesen Seiten. Wer bis an die Spitze will, braucht Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Darin unterscheiden sich umjubelte Popstars und Topmodels nicht von Bankkaufleuten oder Kfz-Mechatronikern. Allerdings lässt sich für gewöhnlich die Karriere in einem „anständigen“ Beruf wesentlich besser planen.

Themen dieser Seite

 

Informationen über Ausbildungsberufe

Selbstverständlich sind deine persönlichen Voraussetzungen dafür ausschlaggebend, welche Berufe dir überhaupt zur Verfügung stehen. Wer sich beispielsweise als Mediengestalter bewerben will, braucht voraussichtlich Abitur, mindestens aber einen Realschulabschluss, um bei Ausbildungsbetrieben in die engere Wahl zu kommen. Einen Überblick über alle derzeit möglichen Berufe findest du beispielsweise hier:

>> www.planet-beruf.de: mit dem „Berufe-Entdecker“ zum richtigen Ausbildungsplatz

>> www.berufenet.arbeitsagentur.de: die größte deutsche Online-Datenbank zur Berufswahl

>> www.bibb.de: Website des Bundesinstituts für Berufsbildung, nach Sparten sortiert

>> www.ausbildungplus.de: Viele Infos zu Zusatzqualifikationen – für alle, die „mehr“ wollen

In deinem örtlichen Berufsinformationszentrum (BiZ) stehen Dir nützliche Informationen über Berufsbilder, Zugangsvoraussetzungen und Perspektiven zur Verfügung. Die Seite www.biz-medien.de/planet-beruf bietet dir eine Übersicht aller aktuell erhältlichen Infomappen. Oder du vereinbarst einen kostenlosen Beratungstermin beim BiZ. Die Mitarbeiter können dir Tipps für deine Bewerbung geben und dir ggf. Kontakte zu Ausbildungsbetrieben vermitteln.

Auch bei der Industrie- und Handeskammer (IHK) kannst du dich persönlich beraten lassen. Die Beratung ist ebenfalls kostenlos, allerdings solltest du auch hier vorher einen Termin vereinbaren. Zur nächstgelegenden IHK-Stelle gelangst du über die Website www.dihk.de unter der Rubrik „IHK-Finder“.

Check dein Talent

In die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz spielen viele Faktoren hinein: Manche möchten sichergehen, dass ihr Beruf auch in Zukunft noch auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist. Andere möchten wissen, inwiefern sie durch Weiterbildungen auf ihrer Ausbildung aufbauen können, um zum Beispiel Karriere zu machen. Allerlei Wissenswertes rund um Branchen und Berufe findest du z.B. im BERUFENET der Agentur für Arbeit (www.berufenet.arbeitsagentur.de).

Auch Hobbys und andere Tätigkeiten neben der Schule bieten einen weiteren Anhaltspunkt für die Berufswahl. Vielleicht hast du bereits einen Nebenjob, in dem du dich jetzt „professionell“ engagieren möchtest? Je deutlicher deine Vorstellungen von deinem Ausbildungsberuf sind, desto gezielter kannst du dich bewerben. Schreibe sie am besten auf. Beantworte dabei zum Beispiel folgende Fragen:

  • Stärken (z.B. Zuverlässigkeit, Kreativität, Sprachen, Handwerk, körperliche Belastbarkeit)
  • Ich kann gut (z.B. organisieren, mich ausdrücken, Dinge reparieren, zuhören)
  • Lieber nicht (z.B. schwer heben, Kontakt mit Chemikalien oder Tierhaaren, Höhenangst)
  • Arbeitsplatz (z.B. Büro, im Freien, Labor, Werkstatt, Geschäft)

Deine Zeugnisse geben Dir ebenfalls Aufschluss darüber, für welchen beruflichen Zweig du dich besonders eignest. Falls du daraus aber keine klare Tendenz erkennen kannst, hilft dir – wie so oft – das Internet weiter. Die Nürnberger Zeitung stellt auf ihrer Website einen kostenlosen Online-Test bereit, der dein räumliches Denken, Kreativität, dein sprachliches Ausdrucksvermögen oder dein technisches Verständnis prüft . Oder du machst den schriftlichen Talentcheck bei der Agentur für Arbeit. Einfach telefonisch einen Termin vereinbaren und los geht’s.

Wenn du eher zum „Learning By Doing“ tendierst, kannst du dir während eines Praktikums über deine Zukunft klarer werden. Und sei es nur, dass du hinterher weißt, was du auf keinen Fall willst. Im besten Fall kannst du dich aber vor Ausbildungsbeginn für den Berufseinstieg qualifizieren.

Einen Ausbildungsplatz suchen

Wenn du bereits weißt, in welchem Bereich du künftig arbeiten möchtest, geht es an die Recherche nach einem Ausbildungsplatz. Unter diesem Absatz findest du bewährte Möglichkeiten,  nach einer Lehrstelle zu suchen:

  • Zeitungen
    Nach wie vor ideal für tagesaktuelle Ausbildungsplatz-Anzeigen aus deiner Region. Kurz vor Beginn der neuen Ausbildungsjahrgänge findet man hier zum Teil Sonderbeilagen mit Bewerbungstipps, nützlichen Adressen und weiteren Stellenanzeigen.
  • Ausbildungsmessen
    Auf Jobmessen bzw. Ausbildungsmessen präsentieren sich Unternehmen ihren potenziellen Bewerbern. Diese Veranstaltungen finden regelmäßig in fast allen deutschen Großstädten statt. Hier kannst du dich nicht nur über die Betriebe und ihre Ausbildungsstellen informieren, sondern deine Unterlagen gegebenenfalls direkt abgeben.
  • Initiativ bewerben
    Wusstest du, dass die meisten freien Stellen eines Unternehmens intern vergeben werden? Das bedeutet zum einen, dass diese Ausbildungsplätze gar nicht erst in den öffentlichen Jobbörsen auftauchen und zum anderen, dass folglich ein Großteil aller Bewerber um verhältnismäßig wenige freie Jobs konkurriert. Wer das bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz umgehen will, verschickt eine Initiativbewerbung.

Dazu solltest dich zunächst einmal über den Bedarf an Ausbildungsstellen in dem Unternehmen deiner Wahl informieren, z.B. auf einer Ausbildungsmesse oder ganz traditionell per Telefon. Gibt dir der Ausbilder grünes Licht, schickst du ihm deine Bewerbungsunterlagen. Beziehe dich in deinem Anschreiben auf das Gespräch und lege anschließend deine Stärken dar (siehe oben). Initiativbewerbungen erfordern häufig viel Geduld, können sich aber lohnen, wenn es um deinen Traumjob geht.

Weitere Infos zur Ausbildungsplatzsuche und den Bewerbungszeiten findest du hier: Wege zum Ausbildungsplatz. Desweiteren findest du hier weitere Tipps zu einer erfolgreichen Bewerbung: Tipps & Infos zum richtigen Bewerben.

Arbeitsmarkt aktuell

Im Berufsbildungsbericht 2015 stellte das Bundesministerium für Bildung fest, dass 2014 mehr als 37.000 Leerstellen unbesetzt blieben – und damit rund zehn Prozent mehr als noch 2013. Ein Grund dafür ist der anhaltende Trend zum Abitur. Das führt zu mehr Studenten und weniger Bewerbern für traditionelle (duale) Ausbildungsgänge zwischen Betrieb und Berufsschule.

Laut dem Bericht wurden mehr als 33 Prozent aller Lehrstellen in nur zehn Berufen abgeschlossen. Das bedeutet: Abhängig von der Berufswahl sind die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu ergattern, so gut wie nie. Vor allem der Hotel- und Gaststättenbereich, Bäcker und Fleischer sowie die Reinigungsbranche suchen händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs. Angehende Mediengestalter, Fotografen und Veranstaltungskaufleute hingegen müssen sich auf eine große Konkurrenz gefasst machen.

Auch die Region spielt bei deinen Chancen auf einen Ausbildungsplatz eine Rolle: Während es in NRW und Norddeutschland nach wie vor mehr Bewerber als Lehrstellen gibt, stehen die Ausbildungschancen für Schüler nach dem Abschluss in Brandenburg, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg recht gut.

Tu, was dir Spaß macht

Das wichtigste aber ist: Tu, was dir Spaß macht. So stellst du sicher, dass du deine Ausbildung auch dann durchhältst, wenn es mal nicht so glatt läuft. Schließlich wird sich nach der ersten Euphorie früher oder später die Routine einschleichen. Stress und launische Kollegen tun ihr Übriges, dich an dem eingeschlagenen Weg zweifeln zu lassen. Aber, solange es nur um vorübergehende Phänomene handelt, gehören sie einfach zu den Herausforderungen deines Traumjobs.

Mögliche Ausbildungsberufe