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Du bist im Stress

10 Tipps gegen den Abistress

Abiturienten haben es wahrlich nicht leicht. Das letzte Schuljahr ist verbunden mit einer Menge Lernstress, Selbstzweifeln und nicht selten auch mit einer gewissen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Zukunftsplanung. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Schüler über den sogenannten Abi-Stress beklagen, von Eltern oder Freunden dabei aber meistens nur ein müdes Lächeln ernten. Der Stress, der sich in der „heißen“ Phase der schulischen Ausbildung einstellt, kann eigentlich ganz leicht unterbunden. Dafür musst du letztendlich nur die folgenden Anregungen beherzigen und lernen, deine eigene Belastungsgrenze zu erkennen. Wer sich überfordert, tut sich und seinen Prüfungsleistungen nämlich keinen Gefallen.

Lernfreie Zeit genießen – Pausen einlegen

Viele verbinden die Vorbereitungszeit auf die Abiturprüfungen mit einem kontinuierlichen Lernpensum. Man will jede freie Minute so effektiv wie möglich nutzen und verrennt sich dabei nicht selten in eine Erwartungshaltung, die sich so eigentlich nicht erfüllen lässt. 24 Stunden am Tag lernen – egal, ob Wochentags oder am Wochenende – ist daher weniger effektiv und kann sich sogar negativ auf die letztendliche Leistung auswirken. Auch Abiturienten brauchen Pausen abseits von Lehrbüchern und dem Schreibtisch. So befreist du deinen Kopf von allen Ängsten und Zwängen und schaffst eine Erholphase, um dich auf die nächste große Herausforderung vorzubereiten. Ein Zusammenspiel zwischen Lernen und Freizeit ist also unglaublich wichtig, um das Stresspotenzial möglichst gering zu halten.

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Leistungen richtig einschätzen

Nicht jeder Abiturient ist ein potenzieller Kandidat für einen perfekten Notendurchschnitt. Das ist aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken oder sich völlig unnötig unter Druck zu setzen. Wer plötzlich im Abitur jene Leistungen erbringen will, die schon in den vorherigen Schuljahren nicht möglich waren, der macht sich die Vorbereitungszeit nur unnötig schwer. Es gilt, eine realistische Selbsteinschätzung zu üben und dabei auch die eigenen Grenzen zu erkennen. Wer mit großen übersteigerten Erwartungen an den Start geht, der erntet in der Regel ein eher ernüchterndes Ergebnis. Schätze deine Leistungsfähigkeit richtig ein und orientiere dich dabei an den Erfolgen des Vorjahres.

Sport als Befreiungsschlag

Nach den ersten Prüfungen oder auch während der Lernphase kannst du mit Sport einen willkommen Ausgleich schaffen. Die körperliche Betätigung hilft dir dabei, deinen Kopf zu befreien und Abwechslung in den Lernalltag zu bringen. Du bist genervt vom Stress und Leistungsdruck der letzten Tage? Dann ist der Weg ins nächste Fitnessstudio eine gute Möglichkeit, um Frust abzubauen und sich zur Abwechslung nicht nur geistig sonder auch körperlich auszupowern. Am besten funktioniert das natürlich mit Freunden oder „Leidensgenossen“ aus dem Prüfungskurs.

Eine ausgeglichene gesunde Ernährung ist wichtig

Wenn die Zeit durch das viele Lernen knapp ist, neigen viele dazu, sich vornehmlich von Fast Food oder auch kleinen Snacks zu ernähren. Die Pizza ist schnell im Ofen oder der Burger beim Imbiss um die Ecke schnell bestellt. Dem eigenen Körper tust du damit allerdings keinen Gefallen, da das fettige Essen diesen nur unnötig zusätzlich belastet. Vitamine und Mineralstoffe helfen dir hingegen dabei, deine Leistungsfähigkeit zu steigern, und erleichtern sogar das Denkvermögen. Die verstecken sich aber nicht in Fertiggerichten, sondern in Obst oder Gemüse. Daher ist die gesunde ausgewogene Ernährung grade im Rahmen der Lernphase wichtig. Gleichzeitig musst du deinem Körper auch ausreichend Flüssigkeit bieten, um die Konzentrationsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Am besten gelingt das natürlich mit Wasser und nicht etwa mit süßer Limonade oder literweise Kaffee. Süßigkeiten oder Schokolade solltest du dir aber trotzdem als kleine Belohnung immer wieder gönnen. Besonders während der Prüfung liefert die Nervennahrung nämlich einen Energie-Kick und steigern deine Leistungsfähigkeit.

Angst vor dem Blackout?

Im Rahmen der mündlichen Prüfung ist die Angst vor dem urplötzlichen Blackout für viele Abiturienten ständig präsent. Alles, was man sich in den letzten Wochen und Monaten angeeignet hat, verschwindet plötzlich aus dem Kopf und macht deine Arbeit zunichte. Ruhig Blut lautet hier die Devise und einmal ganz tief einatmen. Mach dich nicht schon im Vorfeld mit der Panik vor dem möglichen Blackout verrückt. Sollten dir dann in der Prüfung die richtigen Worte fehlen, wende dich der nächsten Aufgabe zu. Bitte den Prüfer, dir die Frage später erneut zu stellen. Normalerweise legt sich die anfängliche Aufregung schnell.

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Konzentriere dich auf das Wesentliche

In der Prüfungszeit stehen deine Leistungen im Vordergrund. Verschwende keine unnötige Kraft bei Streiterein mit deinen Eltern, Geschwistern oder Freunden. Vermeide Stresssituationen und versuche, auch den Alltagsstress möglichst zu reduzieren. Auch ehrenamtliche Hilfe oder Projekte neben dem Abitur können schnell in Stress ausarten. Lege die Arbeit für die Zeit nieder und konzentriere dich auf das, was im Moment einzig und allein zählt – dein erfolgreiches Abitur.

Trotzdem fällt dir gerade heute das Lernen schwer und du bist mit deinen Gedanken ganz woanders? Dann probiere es mal mit Musik. Mit Musik kann man nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen seine Gedanken sammeln und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Der Notfallplan für alle Fälle

Die Abiturprüfungen sind eine einmalige Erfahrung, die sich trotz aller Vorprüfungen nicht bis ins kleinste Detail planen lassen. Du kennst die Fragen und die Anforderungen nicht, die dir in der Prüfung gestellt werden und das macht vielen Schülern Angst. Trotz allem kannst du dir allerdings eine Vorgehensweise zurechtlegen, um sowohl den Fragen als auch dem Zeitdruck in der Prüfung zu trotzen. Rechne aus, wie viele Minuten du durchschnittlich für einzelne Aufgaben und die anschließende Korrektur benötigst. Das gibt dir Sicherheit, falls es nicht so laufen sollte wie geplant.

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Aufgaben strategisch lösen

Die Aufgaben in der Prüfung musst du nicht zwangsläufig der Reihe nach bearbeiten. Lies dir die einzelnen Punkte zunächst in Ruhe durch und konzentriere dich dann auf jene Fragen, die du spielerisch beantworten kannst. Die Punkte, die dir Probleme bereiten, solltest du erst einmal ausblenden. So verschwendest du keine Prüfungszeit und kannst dich später intensiver mit den Fragen beschäftigen.

Korrektur ist das A und O

Alle Aufgaben sind gelöst und du möchtest diese Geschichte so schnell wie möglich hinter dich bringen? Also schnell alle Zettel abgeben und raus aus dem Prüfungsraum? Falsch! Die Zeit, die dir am Ende noch zur Verfügung steht, musst du nämlich unbedingt sinnvoll nutzen. Wer schnell fertig ist, kann noch mehr Zeit in die Korrektur investieren. Egal, ob Rechtschreibungsfehler oder auch inhaltliche falsche Einschätzungen: Wer sich alles erneut in Ruhe durchliest, erkennt zahlreiche Fehler, die vorab wahrscheinlich gar nicht aufgefallen wären.

Ab ins Bett

Und zu guter Letzt: viel Schlaf! Vor den Prüfungen brauchst du die Zeit, um dich zu erholen, sowohl geistig als auch körperlich. Dein Gehirn kann während der Ruhephase das Gelernte noch besser abspeichern und verarbeiten und du schreitest gestärkt und mit voller Konzentrationsfähigkeit zur Tat.

Fazit

Jetzt geht es nur noch um eines: Diese 10 Tipps in die Tat umsetzen und sie in deinen normalen Tagesablauf integrieren – dann ist der Abistress auf einmal gar nicht mehr so schlimm. Probier es einfach mal aus und du wirst merken: Sie wirken Wunder.  

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